Leo Kornbrust
Im Atelier
Mädchenfigur Eva, 1952/53, Bronze, H: 133 cm, Besitz des Künstlers
Mädchenfigur Marianne, 1954, Bronze, H: 108 cm, Besitz des Künstlers
Kleine Tänzerin, 1958/59, Bronze, H: 95 cm, Besitz des Künstlers
Kleiner flacher Torso, 1960, Bronze, H: 39 cm, Besitz des Künstlers
Form über das Thema Torso, 1964, Bronze, H: 36 cm, Besitz des Künstlers
Torso Form (Bewegte Form III), 1965, Gips, getönt, H: 45 cm, Besitz des Künstlers
Skulpturengruppe Homburg, drei Skulpturen, 1965, Muschelkalk, 250 x 170 x 110 cm, 190 x 140 x 110 cm, 165 x 180 x 65 cm, Universitätsklinik Homburg
Zum Thema menschliche Figur: Kopfbereich. Vom Kubus bis zur Kugel, ab 1970, verschiedene Materialien, 12 x 12 x 12 cm, Besitz des Künstlers
Komplexe Form I, 1970, Holz, 34 x 23 x 11 cm Privatbesitz
Steinthron "Hommage à Bunuel", 1971/72, Basaltlava, 350 x 150 x 80 cm, Am Symposium, St. Wendel
Zum Thema menschliche Figur: Organischer Bereich. Permanente Einleitung. Ensemble aus 3 Skulpturen, Maudhausener Granit, grau, 13 x 26 x 16 cm, Schwedischer Granit, rot, 13 x 26 x 16 cm, Granit, rot, 12 x 57 x 12 cm, Besitz des Künstlers
Zum Thema menschliche Figur: Behandlung und Problematik der inneren Linie, 1976-1981, Marmor, 150 x 65c m, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
Zum Thema Menschliche Figur: Organischer Bereich. Ohne Titel ("schlangenförmiges Gebilde"), 1976, Granit, schwarz, L: 74 cm, Besitz des Künstlers
Außengestaltung. Skulpturen und Bodengestaltung, 1978, 14 Skulpturen aus der Serie "Vom Kubus zur Kugel", Basaltlava, je 90 x 90 x 90 cm; Pflasterung, Basaltlava, Oberfinanz- und Zolldirektion Saarbrücken
Ohne Titel (3 Skulpturen), verschiedene Granite, Mensa, Hochschule Weihenstephan, Freising
Kubus zerlegt (bestehend aus 9 Teilen), 1982, Marmor, 40 x 40 x 40 cm, Besitz des Künstlers
Kubus zerlegt (9 Teile), 1982, Portugiesischer Marmor, Verona Marmor, 40 x 40 x 40 cm, Besitz des Künstlers
Innere Linie, 1986, Carrara Marmor, 174 x 3 - 21 x 88 cm, Besitz des Künstlers (zerstört)
Innere Linie, 1987, Indischer Granit, schwarz, 255 x 0,2 - 58 x 132 cm, Besitz des Künstlers
Innere Linie ("Flügel"), 1989, Basaltlava, 185 x 0,5 - 25 x 120 cm, Bundesbank Filiale Saarbrücken
Saarbrücker Schriftsäule (viereckig), 1989, Granit, schwarz, 998 x 60 x 60 cm, Text von Felicitas Frischmuth, Saarlandmuseum, Saarbrücken
Schriftblock, 1989, Belgischer Marmor, schwarz, 30 x 30 x 30 cm, Text von Felicitas Frischmuth, Privatbesitz
Große organische Form, 1990, Basaltlava, 85 x 85 x 450 cm, Besitz des Künstlers
Hohes Siebeneck (aus 12 Steinblöcken), 1995, Impala-Granit, 1250 x 250 x 240 cm, UKV-Union Krankenversicherung AG, Saarbrücken
Mahnmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus, 1996, Dolerit, schwarz, 160 x 160 x 160 cm, Bayerische Staatskanzlei, München
Mahnmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus, Detail
Skulptur mit Lichtschlitzen, 2003, Granit, 390 x 186 x 102 cm, Gehweilerhöhen, zwischen Gehweiler und Oberlöstern
Tuschezeichnung, 1993, ca. 10 x 10 cm
Der künstlerische Werdegang Leo Kornbrusts begann Anfang der 1950er Jahre an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1951 bewarb er sich um Aufnahme in die Bildhauerklasse Toni Stadlers, der als einer der Hauptvertreter der "Münchner Archaik" galt. Leo Kornbrust hatte sich somit bewusst für die menschliche Figur als Ausgangspunkt seines bildhauerischen Schaffens entschieden. Die Frauenakte und Porträtköpfe, die während der Studienzeit nach Modellen entstanden, lassen noch deutlich den Einfluss Toni Stadlers erkennen. Dessen Vorstellung vom Gefäßhaften der Figur fand seinen Niederschlag in den Arbeiten des Schülers.
Nach Verlassen der Akademie kündigte sich mit den nun entstehenden Figuren eine immer weiter schreitende Ablösung vom Naturvorbild an. Die Skulpturen, die während des Stipendium-Aufenthaltes in der Villa Massimo in Rom entstanden, weisen in ihrer starken Betonung des Rumpfbereiches und in ihrer lebhaften Oberflächenbehandlung auf die im darauf folgenden Jahr beginnende Entwicklung hin. Denn - unter dem Einfluss des Informel - kennzeichneten zu Beginn der 1960er Jahre amorphe Strukturen und zerklüftete Oberflächen seine Reliefs und Torsi. Die Auseinandersetzung mit dem Torso diente dem freieren Operieren mit der Form, wobei die Arbeiten dem Block in seiner kompakten Masse verhaftet blieben, so dass über die Fragmentierung des menschlichen Körpers als eines geschlossenen Volumens schließlich eine neue Stufe der Abstraktion erreicht wurde. Sie bildeten eine wichtige Station auf dem Weg zu einer eigenen Formensprache, in deren Vorstellung die menschliche Figur zwar noch weiterhin einfließen wird, sich dann aber längst vom Abbildhaften befreit hat.
Im Jahre 1963 erfolgte ein entscheidender gedanklicher Schritt. Inmitten einer wuchernden Vegetation, die sein freies Atelier an der Damra bei St. Wendel umgab, erkannte er, dass seine Arbeiten regelrecht aus dem Blickfeld verschwanden, von der Natur geschluckt wurden. Gerne erzählt Leo Kornbrust die Geschichte, wie er eines Tages ein achtlos ins Gras hingeworfenes Vierkantholzstück sah, dessen klare Linien sich deutlich vom Boden absetzten. Es muss eine einschneidende Erkenntnis gewesen sein, denn die daraufhin schrittweise erfolgende Reduktion zu einer geometrischen Formensprache lag darin begründet, "zu lernen, sich gegen die Natur zu stellen".
Mit dieser Entwicklung einher ging die Hinwendung zum Stein. Hatte Leo Kornbrust bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich modelliert, so entdeckte er nun den Stein als Material, welcher bis heute die Grundlage seines künstlerischen Schaffens ist. Denn mit der zunehmenden Entfernung von der organisch geformten hin zu einer tektonisch gefestigten Form wuchs einerseits das Unbehagen an der Methode des Modellierens und andererseits verfestigte sich der Wille zu einer eindeutigeren Formulierung der Gestalt. Der Stein wurde zum adäquaten Material.
Dies vollzog sich Mitte der 60er Jahre innerhalb der Werkgruppe "Torso-Formen". Lebten die ersten, noch modellierten "Torso-Formen" aus dem Spannungsverhältnis von einerseits blockhaft verfestigter Masse, andererseits der Bewegtheit des Umrisses, dem unregelmäßig, schwingenden Verlauf der Kanten und Einschnitte, die zu einer facettenförmigen Auffächerung der Oberfläche führten, wurden in den folgenden Jahren die "Torso-Formen" immer präziser, immer stärker eingebunden in ein klares Achsensystem von Horizontalen und Vertikalen. Den Arbeiten dieser Werkgruppe gemeinsam blieben die Einschnitte im Bereich der Mittelzone.
Aus der Form des rechteckigen Blocks mit abgeschrägten Eckkanten kristallisierten sich dann die meist oktogonalen Seitenteile heraus. Es dominierten in den Jahren von 1966 bis 1970 gebaute, aus geometrischen Einzelelementen zusammen gesetzte Skulpturen, die in Stein, Holz und Stahl ausgeführt, eine Materialvielfalt aufweisen, wie sie in späterer Zeit nicht mehr aufgetreten ist. Das Thema der Komplexität stand hier im Vordergrund. Meist innerhalb einer Serie von Skulpturen durchspielte Leo Kornbrust das Verhältnis von Mittelzone und angesetzten Seitenteilen, die in ihrem Formverlauf variieren. Rückblickend erkennt man, dass in der Bloßlegung einer schmalen Mittelzone die Ausbildung der "Inneren Linien" im Ansatz gelegt worden ist. Schon 1966 hatte er von einem Abguss der "Pariser Figur" den Mittelteil heraus gelöst, um an diesem, als Kernstück, weiter zu arbeiten.
Eine Sonderstellung im Werk Leo Kornbrusts nehmen die Steinthrone ein. Im Rahmen des "Internationalen Steinbildhauer-Symposions St. Wendel" schuf er den Steinthron "Hommage à Bunuel". Der "Liebesthron" am Bostalsee bildet eine Station der St. Wendeler "Straße der Skulpturen". In der und für die Landschaft geschaffen, in der Leo Kornbrust zu Hause ist, sind sie als Teil dieser Natur und benutzbare Skulpturen gedacht, die einladen, auf ihnen Platz zu nehmen.
Seit Anfang der 1970er Jahre fächert sich das Werk allmählich in einzelne, seitdem parallel nebeneinander herlaufende Bereiche auf, die Leo Kornbrust als "Kopfbereich", "Organischer Bereich" und "Vegetativer Bereich", zu dem die "Behandlung und Problematik der Inneren Linie" gehört, bezeichnet. Diese Bereiche, die weit mehr als bloße Werkgruppen darstellen, hat der Künstler unter dem Oberbegriff "Zum Thema menschliche Figur" zusammengefasst und damit zum Ausdruck gebracht, dass in seinen Skulpturen der Bezug zur menschlichen Figur existent bleibt.
Als erster der Bereiche bildet sich zu Beginn der 1970er Jahre der "Kopfbereich" heraus, der die menschliche Ratio verkörpert. Der Kubus ist für alle Skulpturen dieses Bereiches formal oder gedanklich der Ausgangspunkt. Aus ihm entwickelt Leo Kornbrust seine exakten, glatten, geometrischen Körper. Das Thema "Vom Kubus bis zur Kugel" - als Serie erstmals 1970 in kleinformatigen Skulpturen ausgeführt und in Einzelskulpturen immer wieder aufgegriffen - zieht sich seitdem als roter Faden durch sein Werk. Als feste Größe ist das Grundmaß des Kubus vorgegeben, während die formale Abfolge innerhalb der Serie variabel ist. So bestimmt zwar eine rationale Vorgehensweise die einzelnen Stufungen zwischen Kubus und Kugel, ohne jedoch einem Dogmatismus zu unterliegen. Nicht die Serie als solches wird zum Prinzip erhoben, vielmehr bildet das Grundthema einen gedanklichen Überbau.
Neben der Facettierung des Kubus beschäftigte sich Leo Kornbrust Anfang der 1980er Jahre in klein- und großformatigen Arbeiten mit dessen Zerlegung. Es ging ihm dabei um das Verhältnis der Einzelformen zum Ganzen, der Bestimmung von Maß und Proportion der Zerlegung. Die Positionierung der einzelnen Teile am Boden ist so angelegt, dass der Akt der Zerlegung veranschaulicht und gleichzeitig dem Betrachter die gedankliche Zusammenfügung zur Ausgangsform impliziert wird.
Einen Gegenpol zu den konstruktiven Arbeiten des "Kopfbereiches" bilden die Skulpturen des "Organischen Bereiches". Vor allem weiche, organische Formen bestimmen die Gestalt, sprechen den Tastsinn an. Das sanfte Auf- und Abschwellen des Volumens verleiht ihnen Bewegung und bringt die Oberfläche scheinbar zum Pulsieren. Bei den schmalen, länglichen Arbeiten überträgt sich der Bewegungsfluss über den Stein hinaus in den Raum; die flachen, runden Formen sind - die Materialität des Steins scheinbar negierend - in einen Schwebezustand gebracht. Ohne exakte Planung stellen diese allein aus der Sinnlichkeit des Materials und dem Fühlen der Form entstandenen Skulpturen die "Lustobjekte" des Künstlers dar. Es sind eben seine kleinen und großen "Gurken" oder seine "Ravioli", wie er die Arbeiten selbst bezeichnet. Der haptische Reiz, den die Werke ausstrahlen, wird jedoch bei einigen jüngeren Arbeiten geopfert zugunsten einer stark bearbeiteten, rauen Oberfläche. Anstelle der durchgängigen Rundungen unterbrechen nun scharfe Kanten den unregelmäßigen Formverlauf. Der Bewegungsfluss wird hier durch die rhythmische Behandlung, die sich in der Abfolge von z. T. flächigen, von Schraffuren durchzogenen Partien über die gesamte Länge der Skulptur hinweg zieht, erreicht.
Das Thema der "Behandlung und Problematik der Inneren Linie" bestimmt seit den 1970er Jahren die künstlerische Arbeit Leo Kornbrusts. Die als "Innere Linie" bezeichneten Skulpturen verweisen in ihrer eigenen Verletzlichkeit auf die Zerstörbarkeit des Menschen. Indem er den Stein bis zur innersten Schicht bloßlegt, dringt er bis an die Grenzen der Stabilität. Als hauchdünne Wand ausgebildet und in der Vorderansicht auf eine schmale Linie reduziert, empfindet man als Betrachter diese extreme Formulierung des "Gefährdetseins" aufgrund der eigenen Leiblichkeit. Eine wichtige Anregung für die Thematik der "Inneren Linien" erhielt Leo Kornbrust Ende der 1960er Jahre durch ein Gespräch mit einem japanischen Künstlerkollegen über japanische Kampfsportarten. Fasziniert von der Schilderung, wie die Haltung der Kämpfer darauf ausgerichtet ist, die Körpermitte zu schützen, war der Keim für die Idee einer Übersetzung dieser gefährdeten vertikalen Mittelachse in die Sprache der Bildhauerei gelegt.
Die "Inneren Linien" haben im Laufe der Zeit hinsichtlich der Form und Wahl des Materials sowie des Verhältnisses von Skulptur und Sockel eine Entwicklung durchlaufen. Aus dem Grundriss eines ursprünglich lang gezogenen Sechsecks wurde die Grundfläche der "Inneren Linie" zu einer schmalen, nicht mehr von Kanten unterbrochenen Form reduziert. Anstelle des Marmors, mit seiner ihm eigenen Materialästhetik, trat der dunkle Granit. Den Prozess des Herausschälens aus dem Gesteinsblock unterstrich nun der Sockel, der in seinen Maßen die Form des Rohblocks bewahrte. Bei den neueren Arbeiten - meist aus Basaltlava und ohne Sockel - wird der Stand durch den schwingenden Verlauf der Skulptur ausbalanciert. Der Bewegtheit der Form entspricht die unebene Oberflächenbehandlung. Daneben sind einige stelenförmige "Innere Linien" entstanden, die dem Betrachter durch die in sich emporstrebende, fließende Drehung der einzelnen Flächen und konturierenden Kanten einen Eindruck von Wachstum und Veränderung vermitteln. Vor allem hier offenbart sich die Einordnung der "Inneren Linien" in den "Vegetativen Bereich".
Ebenfalls seit Anfang der 1970er Jahre entstehen die so genannten Schrift-Skulpturen. Gleichberechtigt nebeneinander arbeitend, haben Leo Kornbrust und Felicitas Frischmuth in ihrer langen Lebensgemeinschaft auch auf künstlerischer Ebene eine Form der Synthese gefunden, in dem sie in ihren Schriftsäulen, den Stäben und Würfeln, Skulptur und Poesie, Stein und Schrift vereinen. Die Skulptur, die für einen Ort geschaffen und von materieller Substanz ist, verbindet sich mit der Lyrik, die eine imaginäre Welt eröffnet. Sie treffen sich in einem Punkt, den Felicitas Frischmuth so definiert: "Wörter sind für mich Räume. Das ist ein Punkt, wo wir uns begegnen."
Mit einer eher unauffälligen Arbeit, die während eines Symposions entstand, wurde der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit gelegt. Lag der Schwerpunkt zunächst noch stärker auf dem Aufbau der Skulptur, war der Text noch in den Stein eingemeißelt, wodurch diesem der Charakter einer Inschrift anhaftete, verschiebt sich bereits seit Mitte der 1970er Jahre die Gewichtung zugunsten des Textes und der Schrift. Formal zeigt sich dies in der Reduzierung der Skulptur auf eine schlichte, geometrische Grundform, im Sinne eines Schriftträgers, und die Umsetzung der Handschrift Leo Kornbrusts mittels der Methode des Sandstrahlens oder bei kleineren Arbeiten mittels Vidia-Griffel auf den polierten Stein. Zum Verhältnis von Skulptur und Text schreibt Felicitas Frischmuth: "Die Wörter stehen im Zusammenhang mit der Größe, Höhe, Dicke, Farbe, dem Material des Steinkörpers, und mit dem Ort, für den er bestimmt ist."
Viele seiner Arbeiten aus den einzelnen Bereichen befinden sich im öffentlichen Raum. Leo Kornbrust, der an der Münchner Akademie der Bildenden Künste eine Professur für Bildhauerei in Verbindung mit Architektur inne hatte, zeichnet sich dadurch aus, dass er ein Gefühl für die jeweilige städtebauliche Situation besitzt, ein instinktives Gespür für das Zusammenspiel von Raum, Architektur und Skulptur. So sind Kunstwerke entstanden, die durch Maß und Proportion, durch ihre Platzierung und durch ihr Material Bezüge zum Umfeld herstellen und sich so in ihrer selbstverständlichen Präsenz behaupten.
Katja Hanus
Biografie
1929 geboren in St. Wendel
1935-43 Besuch der Volksschule St. Wendel
1943-46 Schreinerlehre in St. Wendel
1947-50 Holzbildhauerlehre in Morbach/Hunsrück
1949 Reise durch Frankreich (u. a. Besuch der Ausstellung von Henri Laurens in Paris)
1951-57 Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Toni Stadler (Meisterschüler), Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes
1955, 1956 Reisen nach Griechenland
1957 Studienreise durch Italien, Spanien und Portugal zusammen mit Felicitas Frischmuth und Harvey Moore; Atelier in München, Bronzegießwerkstatt, Renovierungsarbeiten in der Residenz, Cuvilliés-Theater, München
1958 Heirat mit Felicitas Frischmuth
1959 Villa Massimo, Rom
1960 Rückkehr nach St. Wendel, Atelier an der Damra
1966 Stipendium für die Cité internationale des arts, Paris
1967 Albert-Weisgerber-Preis der Stadt St. Ingbert
1971 Initiator des Internationalen Bildhauersymposions in St. Wendel
1972 Ostertreffen der Bildhauer aus Ost und West am "Tisch des Schweigens" von Brancusi in Tirgu Jiu, Rumänien
1976 Mitbegründer der künstlereigenen Galerie und des Fördervereins "Galerie im Zwinger", St. Wendel
1978 Berufung an den Lehrstuhl für Bildhauerei in Verbindung mit Architektur an der Akademie der Bildenden Künste in München
1979 Initiator der "Straße der Skulpturen" in St. Wendel
1985 Kunstpreis des Saarlandes (1984/1985), Mia-Münster-Preis der Stadt St. Wendel
1987 Reise nach Ägypten
1989 2. Reise nach Ägypten
1990 Arbeitsaufenthalt in Tokio, Japan
1991 3. Reise nach Ägypten
1991-93 Prorektor an der Akademie der bildenden Künste, München
1995 Sparda-Bank-preis für besondere Leistungen der Kunst im öffentlichen Raum
1998 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
1999 Wahl zum korrespondierenden Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
2006 Initiator des Vereins "Straße des Friedens - Straße der Skulpturen in Europa - Otto Freundlich Gesellschaft e. V."
Lebt in St. Wendel
Ausstellungen
Einzelausstellungen
1965 Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M. (K)
1968 Kulturhaus, St. Ingbert (K); Galerie im Griechenbeisl, Wien; Galerie Pinx, Helsinki (zusammen mit dem Maler K. Lethinen); Altes Rathaus, St. Wendel
1970 Otto-Richter-Halle, Würzburg (zusammen mit dem Maler Leo Grewenig)
1971 Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M.
1978 Galerie Mathea, St. Ingbert; Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M. (K)
1984 "Innere Linie", Saarlandmuseum, Saarbrücken (Begleitbuch)
1985 Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M. (K)
1988 Galerie Rupert Walser, München
1989 Galerie Monika Beck, Homburg
1991 Galerie Rupert Walser, München
1993 Galerie im Hof, St. Wendel
1994 Galerie Rupert Walser, München
1995 Galerie Walzinger, Saarlouis; Institut für aktuelle Kunst, Saarlouis (Begleitbuch); Sparda-Bank, St. Wendel
1997 "Leo Kornbrust. Skulpturen. Zeichnungen", Saarlandmuseum, Saarbrücken (K)
1999 "Leo Kornbrust und Alfons Lachauer - der Bildhauer und der Maler", Museum St. Wendel (zusammen mit Alfons Lachauer) (Werkverzeichnis); Galerie Walzinger, Saarlouis (zusammen mit Alfons Lachauer und Felicitas Frischmuth); Galerie Rupert Walser, München
2001 Galerie Monika Beck, Berlin
2001/2002 Galerie Monika Beck, Homburg
2004 "Zum 75sten - Arbeiten aus 50 Jahren", Galerie Rupert Walser, München
2005 "Leo Kornbrust - Skulpturen. Aschermittwoch der Künstler", Hildesheim, Domkreuzgang; "Malerei - Poesie - Skulptur", Kunstverein Dillingen mit Felicitas Frischmuth und Jutta Amsel
2009 Galerie Walzinger, Saarlouis
Ausstellungsbeteiligungen
1957 "Saarländischer Künstlerbund 1922-1957", Saarland Museum, Saarbrücken (K); "Pfälzer Kunst von Mannlich bis zur Gegenwart", Kunstverein München; "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K)
1958 Deutscher Künstlerbund, Städtisches Museum Wiesbaden (K); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K); "München 1869-1958. Aufbruch zur modernen Kunst", Haus der Kunst, München (K); Jahresausstellung des Saarländischen Künstlerbundes, Saarland Museum, Saarbrücken
1959 "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K); Herbstausstellung des Saarländischen Künstlerbundes, Saarland Museum, Saarbrücken (K)
1960 Deutscher Künstlerbund, Haus der Kunst, München (K); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K); Herbstausstellung des Saarländischen Künstlerbundes, Kultusministerium, Saarbrücken (K); 3. Ausstellung der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen, Prüm, Bergisch-Gladbach, Bad Godesberg, Luxemburg, Wiltz, Lüttich (K)
1961 Deutscher Künstlerbund, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden (K) (mit Zeichnungen vertreten); Herbstausstellung des Saarländischen Künstlerbundes, Kultusministerium, Saarbrücken; 4. Ausstellung der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen, Aachen, Prüm, Lüttich, Luxemburg, Wiltz (K)
1962 123. Frühlingsausstellung, Kunstverein Hannover 1962; "Skulptur und Plastik 1", Bildhauer der Galerie Dr. Appel, Frankfurt/M. (K); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K); Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler, Kaiserslautern, Pirmasens (K)
1963 "Massimo 62", Kultusministerium, Saarbrücken; Frühjahrsausstellung des Saarländischen Künstlerbundes, Kultusministerium, Saarbrücken (K); Deutscher Künstlerbund, Stuttgart (K); "Skulptur und Plastik 2", Bildhauer der Galerie Dr. Appel, Frankfurt/M. (K); "Form und Farbe", Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein, Koblenz (K)
1964 Deutscher Künstlerbund, Hochschule der Künste, Berlin (K); "Bildhauer der Gegenwart", Kunstverein Augsburg; 125. Frühjahrsausstellung, Kunstverein Hannover, Pfälzische Sezession, Kulturhaus, Ludwigshafen (K); "Junge Berliner Kunst", Kultusministerium, Saarbrücken (K)
1966 "Plastik in unserer Zeit", Orangerie Erlangen; "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K)
1967 128. Frühjahrsausstellung, Kunstverein Hannover; Deutscher Künstlerbund, Badischer Kunstverein, Karlsruhe (K); Kunstmarkt Köln (Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M.); "Neue Gruppe Saar", Kultusministerium, Saarbrücken (K)
1968 "Plastik der Gegenwart", Pfalzgalerie, Kaiserslautern (K); "Stahlplastiken", Moderne Galerie, Kosice/Tschechoslowakei; Kunstmarkt Köln (Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M.); "Neue Gruppe Saar", Treppengalerie im Universa-Haus, Nürnberg
1969 "Skulptur, 27 deutsche Bildhauer", Kunstverein Heidelberg (K);
"saar 69. malerei/skulptur/grafik", Saarland Museum, Saarbrücken (K); Deutscher Künstlerbund, Hannover (K); "Malerei, Skulptur, Grafik aus dem Saarland", Pfalzgalerie, Kaiserslautern (K); Kunstmarkt Köln (Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M.)
1970 "Continuum 1", Ausstellung der Galerie im Griechenbeisl, Wien, gezeigt in der Neue Galerie der Stadt Linz/Österreich (K); "Miniaturen 70", Galerie 66, Hofheim/Taunus (K); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K); "Neue Gruppe Saar", Saarländischer Künstlerbund, Bürgermeister-Ludwig-Reichert-Haus, Ludwigshafen (K); "Kunst am Bau im Saarland", Saarland Museum, Saarbrücken (K); Kunstmarkt Köln (Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M.)
1971 "Imago", Ausstellung der Galerie im Griechenbeisl, Wien, gezeigt in Schloss Lengenfeld bei Krems/Österreich (K); "Plastik im Rosengarten", Ausstellung pfälzischer und saarländischer Künstler, Zweibrücken; Kunstmarkt Köln (Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M.); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K); Deutscher Künstlerbund, Stuttgart
1972 Galerie/Kunsthandel Karl und Faber, München (zusammen mit Belling, Hajek, Hiller, Göritz, König, Loth) (K)
1973 "Grafik 1973", Saarland Museum, Saarbrücken (mit Zeichnungen vertreten)
1974 "Deutsche Bildhauer der Gegenwart", Kunstverein Augsburg (K); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K) (mit Zeichnungen vertreten)
1975 "Neue Gruppe Saar", Simeonstift, Trier
1976 "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K)
1977 "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K); 1. Accrochage, Galerie im Zwinger, St. Wendel; Deutscher Künstlerbund, Frankfurt/M.
1978/79 "Rückschau Villa Massimo Rom 1957/1974", Staatliche Kunsthalle Baden-Baden; Saarland Museum, Saarbrücken; Staatliche Kunsthalle Berlin; Staatliche Kunstsammlungen Kassel (K)
1979 Deutscher Künstlerbund, Stuttgart (K); "Weisgerber-Preisträger 1958-79", Galerie im Zwinger, St. Wendel; "20 Jahre Galerie Appel und Fertsch", Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M. (K)
1980 Darmstädter Sezession, Ziegelhütte, Darmstadt; "Kunst in der Fabrik", Ausstellung der Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M., in der Zahnfabrik Bad Nauheim (K); "Mit den Händen sehen", Landgrafenschloss, Marburg (K); Fabrik Lothringerstraße, München; "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K); Deutscher Künstlerbund, Hannover (K)
1981 "Skulptur begreifen", Kunstmuseum Hannover/Sammlung Sprengel, Hannover (K); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K); Galerie Mathea, St. Ingbert
1982 "Hommage a Barnett Newman", Nationalgalerie, Berlin (K); "Kunstsituation Saar", Kunstzentrum Marl; Stadthalle Dillingen (K); "Stein. Steinskulpturen im 20.Jahrhundert", Zuger Kunstgesellschaft, Zug/Schweiz (K); "Haidhausener Künstler stellen aus", Fabrik Lothringerstraße, München; "4 Galeristen - Ohlmann, Oliberius, Haberer, Kornbrust", Galerie im Zwinger, St. Wendel; "60 Jahre Saarländischer Künstlerbund. Geschichte und Gegenwart 1922-1982", Saarland Museum, Saarbrücken (K)
1983 "Bildhauer der Gegenwart 3", Kunstverein Augsburg (K); "Dreidimensional. Aktuelle Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland", Kunsthalle Mannheim; Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg (K)
1984 "Skulptur", Villa Stuck, München (K); "Sieben saarländische Bildhauer", Galerie Weinand-Bessoth, Saarbücken (K); "Kunst der fünfziger Jahre", Galerie im Hof, St. Wendel; "Dreidimensional. Aktuelle Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland“, National Museum of Modern Art, Tokio/Japan (K)
1985 "Kunst des 20. Jahrhunderts aus Süddeutschland. Sammlung Lütze II", Städtisches Museum Schwäbisch-Gmünd (K); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K)
1986 "Symmetrie in Kunst, Natur und Wissenschaft", Mathildenhöhe, Darmstadt (K); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K)
1987 "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K)
1988/89 "Kleine Skulpturen - Bildhauer der Galerie", Galerie Walser, München
1989 "Sommerausstellung ´89", Museum St. Wendel (K); "Reclining Red - Künstler der Galerie Walser, Goethe-Institut, London (K); "Skulptur begreifen 2", Kunstmuseum Hannover/Sammlung Sprengel, Hannover (K)
1990 "Sommerausstellung ´90. Arbeiten auf Papier", Museum St. Wendel (K) (mit Zeichnungen vertreten); Deutscher Künstlerbund, Berlin (K); Villa Streccius, Landau
1991 "Kunstszene Saarland", Schloss Mainau (K); 7. Nationale der Zeichnung, Kunstverein Augsburg (K) (mit Zeichnungen vertreten); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K)
1992 "Leo Kornbrust und seine Studenten stellen aus", Museum St. Wendel; Galerie im Hof und Galerie im Zwinger, St. Wendel (K); Galerie Julia Phillipi, Dossenheim-Heidelberg (zusammen mit H. Baschang, J. Bandau); Deutscher Künstlerbund, Aachen (K); Galerie Rupert Walser, München (zusammen mit A. Lechner, J. Reineking); "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K); Art Cologne, Köln (Galerie Walzinger, Saarlouis)
1994 "Große Kunstausstellung München", Haus der Kunst, München (K)
1995 Kunstpreis/Prix d’Art Robert Schuman, Limpertsberg/Luxemburg (K); Kunstmesse Zürich (Galerie Rupert Walser, München)
1996 Art Cologne, Köln (Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/M.); "Dem Absoluten empfiehlt sich schönstens zu freundlicher Aufnahme das Urphänomen", Kunstverein Grafschaft Bentheim (K); "Die andere Seite. Saarländische Bildhauer", Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken (K) (vertreten mit Zeichnungen)
1997 art forum berlin, Berlin (Galerie Rupert Walser, München); "Kunstszene Saar", Landeskunstausstellung, Museum St. Ingbert (K)
1999 Skulpturenpark Pfaffenhofen (K); "Kunst im Kasten", Saarländischen Künstlerhaus, Saarbrücken (K)
2000 "Kunstszene Saar - Visionen 2000", Landeskunstausstellung, Museum St. Wendel (K); "Elemente (1) - Zeichnungen und Aquarelle", Galerie Bergmann + Priess, Berlin
2004 "Kunstszene Saar 2004 - Im Augenblick", Landeskunstausstellung, Museum St. Wendel (K)
2005 Galerie St. Johann, Saarbrücken
2006 "Alles Fußball - oder was?", Stadtmuseum St. Wendel
2008 "Guy Toso, Leo Kornbrust - Linie und Raum", Kunsthalle in der Aula, Sulzbach; "Karl Prantl im Dialog mit Leo Kornbrust und Paul Schneider" im Rahmen der Landeskunstausstellung "Dein Land macht Kunst", Institut für aktuelle Kunst, Saarlouis; "quattro pro" Leo Kornbrust, Norbert Prangenberg, James Reineking, Jerry Zeniuk, Galerie Rupert Walser, München
2009 "Arbeiten auf Papier - konkret", Galerie St. Johann
2010 "Kunstgarten", Union Stiftung Saarbrücken; "Bildhauer Zeichnen", Museum Schloss Fellenberg, Merzig
2011 Roger Bertemes (LU), aquarelles et Leo Kornbrust (DE), sculptures, mediArt, Luxemburg; "Metall Konkret - Objekte aus Metall", Galerie St. Johann, Saarbrücken
2012 "Metall Konkret", Galerie Grewenig/Nissen, Heidelberg-Handschuhsheim
Arbeiten in öffentlichen und privaten Sammlungen
Arbeiten im öffentlichen Raum
Bildhauersymposien
Bibliografie
Schriften unter Mitwirkung/ Mitherausgabe von Leo Kornbrust
Monografien
Aufsätze
Sammelschriften
Aufsätze in Zeitschriften (Auswahl)
Filme und Rundfunkbeiträge (Auswahl)
Quelle
Katja Hanus
letzte Änderung: Mittwoch, 11.04.2012